Danke für eure Solidarität

Gestern am Mitwoch, den 11.08., haben sich etwa 150 Antifaschist*innen auf dem Johannes-Selenka-Platz versammelt, um ein klares Zeichen gegen rechte Provokationen zu setzen. Auslöser war der erneute Angriff auf den VW Bus der Falken Braunschweig in der Nacht von Sonntag auf Montag.


Es gab Redebeiträge der VVN-BdA, der Seebrücke, der Antifaschistischen Initiative HBK BS, dem Antifa Café sowie dem Kreisverband und Bezirksverband der Falken. Die Gruppen drückten ihre Wut gegenüber der aktuellen Bedrohungssituation durch Nazis aus, zeigten sich solidarisch mit den Falken und machten auch klar, dass der antifaschistische Protest weitergehen wird. 


Wir Falken danken allen anwesenden Gruppen für die Redebeiträge und auch dem Bündnis gegen Rechts, Verdi, der Grünen Jugend, InProgress und Antifa Café für die Unterstützung bei der Orga der Kundgebung.

Besonders hat uns auch die solidarische Unterstützung vieler weiterer Braunschweiger Antifaschist*innen und Anwohner*innen gefreut. Wir werden weiterhin mit euch gemeinsam für eine gerechte Welt kämpfen. 


Freundschaft! 

Es reicht!

!ES REICHT!

Wir als sozialistische Jugend – Die Falken haben es wirklich satt! Wieder gab es einen Angriff auf unseren Kinder und Jugendverband! Genauer gesagt auf unseren VW-Bus. Zwei Scheiben zerstört und zwei Reifen zerstochen. Das Resultat einer weiteren Nazigewalttat in Braunschweig. Die Frage ist nicht ob wieder etwas passiert, sondern was und wann es passieren wird. Darum sind wir Tag für Tag dafür verantwortlich dagegen vorzugehen.

Für Mittwoch (11.08.2021) um 17:00 haben wir daher eine Eilversammlung auf dem Johannes-Selenka-Platz angemeldet. Wir rufen Euch auf wieder mit uns und anderen Antifaschist*Innen zu zeigen, dass wir keine Toleranz für Faschist*Innen und deren Ideologien haben.

Freundschaft

Nazis zerstören VW Bus der Falken Braunschweig


In der Nacht vom Sonntag auf Montag den 9.8.2021 wurde wieder unser VW-Bus von Nazis angegriffen. Dabei wurden die Reifen zerstochen und die Scheiben eingeschlagen. Ein weiterer Angriff auf unseren Kinder und Jugendverband!

Vor einem halben Jahr wurden die Scheiben schon einmal eingeschmissen, davor im Dezember waren es die Reifen.
Vor einigen Wochen wurde ein Antifaschist von Nazis am Frankfurter Platz angegriffen. Nur durch Glück entging er lebensgefährlichen Verletzungen.
Vor Weihnachten war ein Zettel mit dem Bild vom Ku Klux Klan in unserem Briefkasten, wie auch bei weiteren Gruppen aus dem Bündnis gegen Rechts. Es wurde vor unserem Jugendzentrum von der Partei „Die Rechte“ eine Kundgebung mit dem Titel „Kein frohes Fest für Volksverräter“ angemeldet. Letzten Sommer ein Angriff auf offener Straße auf ein sichtbar queeres Mitglied unseres Verbandes mitten in der Innenstadt. Beim Antifa Cafe wurde ein Kinder Fahrradanhänger angezündet, mit der Intention das Café zu zerstören. Dazu regelmäßig Kleinstkundgebungen und Infotische, auf denen politische Gegner:innen beschimpft werden, offener Antisemitismus geteilt wird und seit neustem die Pandemie entweder geleugnet oder verharmlost wird.

Und das passiert nicht nur in Braunschweig. Bundesweit Angriffe von Nazis auf Andersdenkende. Immer wieder antisemitische und rassistische Hetze. Die Anschläge von Hanau und Halle, um nur Beispiele zu nennen.
Wir schreiben seit Jahren, dass solche Angriffe nichts Neues für uns sind – inzwischen fast jeden Monat. Wie kann es sein, dass Nazigewalt zum Normalzustand wird? Wie lange wird noch dabei zugeschaut werden, wie Nazis versuchen einen politisch aktiven Kinder- und Jugendverband anzugreifen?

Für unsere Arbeit sind wir auch auf eine Zivilgesellschaft angewiesen, die ihren Mund aufmacht. Nazis verfolgen mit ihren Aktivitäten gezielt die Unterdrückung von Bi-Poc(1), Sinti*zze und Rom*nja, und FLINT(2), Queeren, behinderten,jüdischen, anders gläubigen, Kinder und Jugendlichen, vermeintlich Unsoziale, politischen Gegner*innen.

Wir werden unsere Arbeit gegen Nazis, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus, jede weitere Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Kapitalismus aufrechterhalten. Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir werden weiterhin gemeinsam mit aktiven Antifaschist:innen auf der Straße sein und laut unsere Meinung sagen.
Dazu planen wir in den nächsten Tagen eine öffentliche Kundgebung. Wir sehen uns auf der Straße!

Wir halten euch auf dem Laufenden.

1 BIPoC: Die Abkürzung steht für Black, Indigenous, People of Color und ist ein politischer Sammelbegriff aus denUSA für rassifizierte Personen, die in der Gegenüberstellung zu einer weißen Norm definiert sind und global in ihrerje spezifischen Position vergleichbare Geschichten von Unterdrückung und Widerständen teilen. […] ( Amo –Braunschweig Postkolonial e.V.)2 FLINT* steht für Frauen, Lesben, inter, non-binary und trans Personen und ist eine Abkürzung, die nicht nurFrauen in feministische Arbeit und Feminismus inkludieren will, sondern kurz alle Personen, die vom Patriarchat unterdrücktwerden. (http://syntaxblog.at/)

Rechte Hetze stoppen – 03.07. Kein AfD-Parteitag in Braunschweig

Pressemitteilung vom Bündnis gegen Rechts:

Auch wenn es nervt – sie wollen wiederkommen:
Wieder führt die AfD einen Landesparteitag in Braunschweig durch. Diesmal muss sie am 03. und 04.07. die Fehler früherer Parteitage bei der Listenaufstellung für die Bundestagswahlen heilen.

Überlagert wird der Parteitag durch die Auseinandersetzungen um die Parteilinie – extrem rechts oder noch extremer rechts:
Strukturen des angeblich aufgelösten ‚Flügels‘ wirken weiter, geheime Parallelstrukturen, Spitzenpolitiker sprechen von systematischer Unterwanderung, Parteiausschlussverfahren, Rolle des Verfassungsschutzes.

Die AfD ist innen genauso undemokratisch wie sie auch nach außen Feinde der Demokratie sind.

Ein geldgieriger und skrupelloser Unternehmer (der Eigentümer der Millenniumhalle) und eine extrem rechte, rassistische und antisemitische Partei haben sich gefunden.

Wir werden das nicht ohne Protest hinnehmen!

Aktueller Ablauf der Proteste:

07.30 Uhr Sammelpunkt und Protest vor der Millenium-Halle
Beginn: Madamenweg / Madamenweg (Ganderhals) mit Musik und Durchsagen zu aktuellem Stand

Ab 11 Uhr Kundgebung mit Redebeiträgen
Moderation: Angelika Schwarz

Angelika Schwarz – BgR
Malte Stahlhut – DGB Stadtverband Braunschweig
Imge Özgür – DDIF
Adama Logosu-Teko – Haus der Kulturen
Lasse Riebandt – Youth against Fascism

Danach Musik zum Ausklang