Zeltlager 2021 – Mecklenburg!

Viel zu selten geh’n wir zelten.

Gemeinsam mit unseren Genoss*innen aus Bremen schlagen wir Falken aus Braunschweig und Göttingen dieses Jahr ihre Zelte am wunderschönen Kleinpritzer See in Mecklenburg-Vorpommern auf. Vom 31. Juli bis zum 14. August werden wir, das Helfer*innen-Team und ihr, Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 16 Jahren, gemeinsam unsere Zeit gestalten. Wir können uns im Sand kugeln, gemeinsam den Sonnenuntergang betrachten oder durch den Wald streifen. In Workshops könnt ihr euch ausprobieren, in unseren „Fühlis“ könnt ihr über die Dinge sprechen, die euch beschäftigen und abends lassen wir am Lagerfeuer den Tag ausklingen.

Auch dieses Jahr wird es wieder zwei Zeltdörfer geben – eins für die Jüngeren (8-12), die „Falken“, und eins für die Älteren (12-16), die „Roten Falken“. Deine Zeltgruppe, die aus ca. 10 Kindern oder Jugendlichen und zwei Helfer*innen besteht, ist dein „Zuhause“ für die zwei Wochen: mit den anderen Teilnehmer*innen schläfst du gemeinsam in einem Zelt, mit Allen verbringst du die Gruppenzeiten und kochst zusammen. Gemeinsam mit deiner Zeltgruppe kannst du den Zeltplatz entdecken, Spaß haben und vor allem: zu einer richtig guten Gruppe werden, mit allem was dazugehört!

Ob neu dabei oder erfahrene*r Falk*in: wir freuen uns auf dich! Für die Anmeldung und organisatorischen Fragen wendet euch an unser Bezirksbüro. Solltet ihr Fragen zum Ablauf auf dem Zeltlager selbst haben, könnt ihr euch dafür gerne direkt an die Bezirks-Bildungsreferentin Mimi wenden.

Die konkrete Gestaltung des Zeltlagers wird, wie auch schon im letzten Jahr, an die aktuelle Pandemie-Situation angepasst werden. Unser Hygienekonzept erhaltet ihr zu gegebener Zeit auf Anfrage oder nach erfolgter Anmeldung über den E-Mail-Verteiler! Wir freuen uns auch schon vor dem Zeltlager auf einen regen Austausch, um eure Ideen und Anregungen möglichst gut in die Planung einbeziehen zu können.

Freundschaft!

Naziangriffe nehmen zu! Nazis verursachen wieder Sachschaden bei den Falken

Am Sonntag den 24.01.2021 um ziemlich genau 00:00 Uhr wurden die Scheiben von unserem Bulli eingeworfen. Das ganze fand nach einer Demo vom „Bündnis gegen Rechts“ statt. Natürlich waren wir als Falken dabei. Die Kundgebung richtete sich gegen eine Nazikundgebung.
Etwa 200 Antifaschist:Innen demonstrierten gegen 50 Nazis. Die Bündnis Veranstaltung richtete sich gegen Kundgebungen der Partei die Rechte, also diejenigen Faschist*innen, welche gerade
erst im Dezember mit einer Kundgebung direkt bei unseren Jugendräumen und Büros provozieren wollten. Im Verlauf der heutigen Nazi-Kundgebungen kam es aus den Reihen der Nazis zu zahlreichen Provokationen und einem Angriff auf Pressefotografen. Ein Redner von „Die Rechte“ bezeichnete sich selbst als Nationalsozialist.


Zurzeit häufen sich die Einschüchterungsversuche von Nazis. Erst Ende Dezember wurden die Reifen unseres Bulli zerstochen, jetzt sind es die Scheiben. Vor Weihnachten ein Zettel mit dem Bild vom Ku Klux Klan in unserem Briefkasten, wie auch bei weiteren Gruppen aus dem Bündnis gegen Rechts. Im Sommer ein Angriff auf offener Straße auf ein sichtbar queeres Mitglied unseres Verbandes mitten in der Innenstadt. Dazu regelmäßig Kleinstkundgebungen und Infotische, auf denen politische Gegner:innen beschimpft werden, offener Antisemitismus geteilt wird und seit neustem die Pandemie entweder geleugnet oder verharmlost wird. Und das passiert nicht nur in Braunschweig. Bundesweit Angriffe von Nazis auf Andersdenkende. Immer wieder antisemitische
und rassistische Hetze. Die Anschläge von Hanau und Halle, um nur Beispiele zu nennen.


Pistorius von der SPD will indes prüfen lassen, ob man Antifa-Gruppen verbieten lassen könne. Es wird damit versucht, Protest gegen Nazis und Faschist:innen in der Öffentlichkeit zu delegitimieren und als die wahre Bedrohung darzustellen. Aber es geht noch weiter: Zivilgesellschaftlichen Gruppen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten klar gegen Nazis positionieren, soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Das ganze zielt nur darauf ab zivilgesellschaftlichen Protest zu spalten.
Mit dieser Gleichsetzung wird eine Haltung unterstützt, in der Rechte Gewalt zum Alltag wird. Nazis verfolgen mit ihren Aktivitäten gezielt die Unterdrückung von BI-POC1 und FLINT2-Personen.


Wir schreiben seit Jahren, dass solche Angriffe nichts Neues für uns sind. Wie kann es sein, dass Nazigewalt zum Normalzustand wird? Wie lange wird noch dabei zugeschaut werden, wie Nazis versuchen einen politisch aktiven Kinder- und Jugendverband anzugreifen?
Für unsere Arbeit sind wir auch auf eine Zivilgesellschaft angewiesen, die ihren Mund aufmacht.
Auf Menschen in Machtpositionen, denen unsere Sicherheit am Herzen liegt und die an den richtigen Stellen Hebel in Bewegung setzen.


Wir werden unsere Arbeit gegen Nazis, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und Kapitalismus aufrechterhalten. Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir werden weiterhin gemeinsam
mit aktiven Antifaschist:innen auf der Straße sein und laut unsere Meinung sagen.


1 BIPoC: Die Abkürzung steht für Black, Indigenous, People of Color und ist ein politischer Sammelbegriff aus den
USA für rassifizierte Personen, die in der Gegenüberstellung zu einer weißen Norm definiert sind und global in ihrer
je spezifischen Position vergleichbare Geschichten von Unterdrückung und Widerständen teilen. […] ( Amo –
Braunschweig Postkolonial e.V.)
2 FLINT* steht für Frauen, Lesben, inter, non-binary und trans Personen und ist eine Abkürzung, die nicht nur
Frauen in feministische Arbeit und Feminismus inkludieren will, sondern kurz alle Personen, die vom Patriarchat unterdrückt
werden. (http://syntaxblog.at/)

Wir trauern und gedenken an unseren Genossen Max

Am 30. Dezember jährt sich zum ersten Mal der Tod unseres Genossen Max. Bei einem Brand während des jährlichen Winterdinx der Falken Braunschweig, Bremen, Hamburg und Thüringen kam es in den Morgenstunden des 30. Dezember 2019 zu einem schweren Dachstuhlbrand, der das gesamte Seminargebäude zerstörte. Unser Genosse Max, der bei den Falken in Jena aktiv war, kam bei dem Feuer ums Leben. Am Jahrestag des Brandes wollen wir unseres Genossen und dem Geschehenen gedenken.

Auch wenn wir gerne eine Gedenkfeier in Barsinghausen organisiert hätten, ist dies unter den gegebenen Umständen nicht möglich. Deshalb haben wir eine digitale Gedenkfeier für die Teilnehmer*innen des letztjährigen Winterdinx und Unterstützer*innen und im Anschluss einen sozialen Abend organisiert.

Freundschaft!

Spendenkampagne für unsere neue Bildungsstätte gestartet

Spendet Genoss*innen!

Wir starten in die Finanzierungsphase für unsere Bildungsstätte in Bad Harzburg!

Spenden und Leih- und Schenkgemeinschaften über startnext.com/falken-bildungsstaette

Wir wollen eine Bildungsstätte für die Kinder- und Jugendarbeit unseres Verbandes und weiterer
Gruppierungen und Zusammenhänge errichten, um der Gestaltung und Ausprobieren von Utopien einen Raum zu geben.

Jetzt ist es fast so weit – der Kauf des Geländes für eine Falken Bildungsstätte steht fast vor der Tür.

Wir brauchen nur noch eines… Money! Money! Money!

Also: Spendet, Genoss*innen! Und teilt diesen Beitrag, bequatscht eure Eltern und alle, bei denen ihre sonst noch ein bisschen Geld für eine gute Sache vermutet.

Wir wollen nämlich allein für den Kauf des Grundstücks bis Ende Februar 2021 (also in den nächsten drei Monaten!) 200.000€ zusammen bekommen. Am besten sogar noch mehr, dann finanzieren wir die Neugestaltung gleich mit und brauchen später weniger Kredite. Dieser hohe Beitrag soll durch Spenden und Leih- und Schenkgemeinschaften zusammen kommen.

Dabei würden sich Menschen verpflichten, über einen bestimmten Zeitraum regelmäßig monatlich zu spenden: Z.B. über fünf Jahre 50 € im Monat, dann bekommen wir 3000€ auf einen Schlag. Organisiert wird das über die GLS Bank und die Plattform startnext.com, die uns den gesamten Betrag dann im Voraus auszahlt, so dass wir schon mal loslegen können.

Spendet, Genoss*innen!

Als sozialistischer Kinder- und Jugendverband sind Selbst- und Mitbestimmung zentrale Aspekte unserer Identität. Das heißt auch: Das ganze Projekt Bildungsstätte wird durch junge ehrenamtliche Helfer*innen gestemmt. Gemeinsam entwerfen wir Pläne und Träume. Und alle packen wir mit an.


Ganz konkret sind unsere Ziele:
– Schaffung einer Bildungsstätte mit Platz für bis zu 40 Personen und eines Zeltplatzes für Ferienmaßnahmen für bis zu 100 Personen
– Gestaltung einer offenen, einladenden, schönen, nachhaltigen, umweltbewussten, solidarischen, veränderungsfreudigen und selbstgestalteten Umgebung für Seminare, Workshops, Zeltlager undBildungsangebote
– Demokratische Beteiligung und Erfahrung von gemeinsamer Wirkmächtigkeit bei der Arbeit am und Gestaltung des Geländes und der Häuser
– Lernen von handwerklichen und praktischen Fähigkeiten am Projekt
– Entwicklung von Projekten und Ideen auf und mit dem Gelände
– Schaffung von aktiven Jugendstrukturen vor Ort und Schaffung von Angeboten für Kinder und Jugendliche in Bad Harzburg
– Aktive Einbindung von Anwohner*innen durch Aktionen, Feste und Bildungsangebote
– Erprobung von alternativen Lebensmodellen und Erfahrung von Gegenwelt durch das Projekt selber und die vor Ort organisierten Zeltlager und Maßnahmen
– Schaffung eines Falken-Wohnprojekts nach dem Vorbild unserer Partnerorganisation Hashomer Hatzair

Spenden am besten direkt auf unser Konto, Schenkgemeinschaften nür über startnext.com auf https://startnext.com/falken-bildungsstaette

Wir bedanken uns für die Solidarität und sagen Freundschaft!

Nachdem die Nazikleinstpartei „Die Rechte“ für den 19.12.2020 vor den Räumen unseres Kinder- und Jugendverbands eine Kundgebung mit dem Titel „Kein frohes Fest für Volksverräter“ durchführen wollte, plante das „Bündnis gegen Rechts Braunschweig“ eine Solidaritätskundgebung.
Insgesamt nimmt die Bedrohungslage für uns als linker Kinder- und Jugendverband sowie für andere Organisationen und Individuen in Braunschweig zu. Extrem rechte Kundgebungen im Wochenrhythmus, Provokationen im Stadtraum, Nazi-Schmierereien an ausgewählten Gebäuden sind nicht nur die traurige Realität, sondern wird durch den freien Zugang der AfD zu Räumen in unserer Stadt befeuert.
Dass wir, die Sozialistische Jugend – Die Falken immer wieder von Rechten bedroht werden ist nichts Neues. In den letzten Jahren wurde ein Mitarbeiter von uns niedergeschlagen,  immer wieder tauchten Nazis vor der Tür userer Geschäftsstelle auf und bedrohten uns im Internet. Dazu kommen noch die zahlreichen Bedrohungen gegenüber Einzelpersonen aus unserem Umfeld. Vor ein paar Tagen, kurz nach der Ankündigung der Nazi-Kundgebung, wurden die Reifen unseres Bullis zerstochen – ein Zusammenhang lässt sich vermuten. 
Als Mitverantwortliche sehen wir, ähnlich wie das „Bündnis gegen Rechts BS“ die Stadtverwaltung. „Das Problem muss auch vom Rathaus angegangen werden! Von der Stadt muss es Signale der Unterstützung geben! Es braucht beispielsweise eine unabhängige Anlaufstelle für von Aggression und Gewalt Betroffene“ – so Auszüge aus der gestrigen Rede vom „Bündnis gegen Rechts BS“. 
Wir danken allen Teilnehmenden der Demonstration! 
Trotz der Kurzfristigkeit konnten wir rund 200 Teilnehmer*innen auf der gestrigen Solidaritätskundgebung zählen! Mit lauter Musik und Redebeiträgen konnten wir ein Zeichen setzen! Denn ein Angriff auf uns ist ein Angriff auf alle, alle die für eine gemeinsame offene Gesellschaft stehen und in dieser leben möchten! Überall wo Nazis versuchen ihren volksverhetzenden Ideologien einen Raum zu geben, werden wir da sein und sie blockieren!

WRG bleibt Antifa! 


Wir danken allen Genoss*innen,  die solidarisch an unserer Seite standen! 


Ein Spontandemonstration wurde mit der Begründung der zu hohen Spontanität abgelehnt. Das Verhalten der zuständigen Behörden und Polizist*innen wirft nicht nur hier Fragezeichen auf, sondern stellt sich auch im Folgendem als völlig absurd dar. Denn den Nazis wurden am Cyriaksring, am Löwenwall und am Hauptbahnhof ihre kleinen Kundgebungen gewährt, die die Nazis mit Weihachtsmützen und mit Chören mit  „Braunschweig Nazistadt“ gestalteten! Zusätzlich kamen die Nazis in den Genuss mit Polizeibegleitung vom Cyriaksring in einer Straßenbahn zum Hauptbahnhof eskortiert zu werden. Die Straßenbahn war zu diesem Zeitpunkt in gewöhnlicher Nutzung. Ein unzumutbarer Zustand für die Mitfahrenden und der*dem Straßenbahnfahrer*in. 
Wir danken allen Antifaschist*innen, die den Protest auf die Straße getragen haben! 


Freundschaft!