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Gruppenhelfer:innen ausbildung/Juleica

Ausbildung zur Gruppenhelfer*in
23.-31.10.21, Naturfreundehaus Vehrte/Osnabrück

Wöchentliches Plenum, Vernetzungstreffen für den Frauenstreik, Projektgruppe zum Pfingstzeltlager, Kindergruppe am Donnerstag, Sitzung des Jugendhilfeausschusses, Referatsgruppentreffen, … Als linke und pädagogisch interessierte und aktive Menschen bewegen wir uns fast ständig in Gruppen und Organisationen. Und wir merken es immer wieder, Gruppen von Menschen bringen fast immer eigene Dynamiken hervor, die nicht immer einfach sind.Wir wollen bereits im Hier und Jetzt uns anders organisieren.

Wenn wir solidarisch miteinander umgehen wollen, braucht es Handwerkszeug, um Dynamiken in Gruppen und Großgruppen zu verstehen und kollektiv bearbeiten zu können. Denn in der politischen Organisierung und pädagogischen Arbeit in der Sozialistischen Jugend im Besonderen und als Freund*innen einer klassenlosen Gesellschaft im Allgemeinen setzen wir Falken auf Gruppe als Organisationsform und Selbstorganisation als Konzept. Die Herausforderung, die dies für die Praxis bedeutet, wollen wir mit gemeinsam angeeignetem und ausprobiertem Wissen und praktischer Erfahrung begegnen.

Dafür gibt es bei uns die Ausbildung zur Gruppenhelfer*in. In einem einwöchigen Kurs lernen wir (fast) alles, was es braucht, um in die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einzusteigen. Und wir lernen Gruppenprozesse auch außerhalb pädagogischer Kontexte zu verstehen und konstruktiv begleiten zu können.

Themen der Ausbildung sind:

Sozialistische Erziehung
Grundlage und Ziel unserer Arbeit ist der Sozialismus, der Kampf für eine befreite Gesellschaft und „die Überwindung aller Verhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx). Praktisch wird dieses Ziel in den Konzepten und Haltungen sozialistischer Erziehung, wie sie in linken Kinder- und Jugendbewegungen entwickelt und theoretisiert wurden. Zum Einstieg in die Gruppenhelfer*innenausbildung beschäftigen wir uns einen Tag lang mit Konzepten aus Geschichte und Gegenwart und erarbeiten gemeinsam, welche pädagogische Haltung und Praxis sich daraus für uns heute ergibt.

Gruppendynamik
Die Gruppe ist das zentrale Moment unserer pädagogischen Praxis und die Form unserer politischen Organisierung. Um hier als Gruppenhelfer*in handlungsfähig zu sein und Gruppen in ihrem Prozess begleiten und unterstützen zu können, schauen wir uns verschiedene Modelle und Theorien an, mit denen man Gruppen und ihre Dynamiken in den Blick nehmen kann.
Das Verständnis von Gruppendynamiken soll die Angst vor überfordernden Situationen nehmen. Wir wollen einen Blick für wiederkehrende Muster und Dynamiken bekommen und damit handlungsfähig in der Praxis bleiben. Gleichzeitig soll die Individualität jeder Gruppe berücksichtigt werden und Möglichkeiten der konkreten Arbeit mit und an Gruppen aufgezeigt. Dafür werden wir auch den ein oder anderen Blick auf uns selbst als Gruppe werfen und anhand von konkretem Erleben im Hier und Jetzt lernen.

Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt und Kindeswohlgefährdung
Als politischer Kinder- und Jugendverband, der sich für die Rechte und die Selbst- und Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen einsetzt, sehen wir als Sozialistische Jugend – Die Falken eine besondere Verpflichtung in der Prävention von und Intervention bei Kindeswohlgefährdungen, insbesondere von sexualisierter Gewalt. Im Rahmen unserer Gruppenhelfer*innenausbildung beschäftigen wir uns einen Tag mit den Dimensionen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, lernen Methoden zur Sensibilisierung und zu geschlechtersensibler Pädagogik praktisch kennen und erarbeiten uns die Schutzkonzepte, die für die Arbeit bei den Falken bestehen.

Praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – Spiele, Programm, Beteiligung und mehr
Praktische pädaogische Arbeit, wie wir sie bei den Falken verwirklichen wollen, unterscheidet sich sehr von dem, was Kinder und Jugendliche aus Kindergarten und Schule kennen. Hier stehen die Bedürfnisse und Interessen der Kinder und Jugendlichen und der Gruppe im Mittelpunkt der Arbeit. Trotzdem haben wir als politischer Verband auch ein Interesse an der politischen Bildung unserer Mitglieder und das auch ganz praktisch. Hier geht es hier für uns also auch immer um die Fragen von Beteiligung, Demokratie und Erleben von gelingender Kollektivität. Im Mittelpunkt der Einheit stehen also Fragen wie: wie und warum spiele ich mit Kindern und Jugendlichen? Was heißt politische Bildung mit Kindern und Jugendlichen? Wie plane ich ein Gruppenprogramm? Gleichzeitig wollen wir uns viele Spiele und Methoden auch ganz praktisch aneignen.

Rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Wer die Gesetze nicht kennt, kann in einer bürgerlichen Gesellschaft trotzdem belangt werden. Schon deshalb ist es wichtig, Rechte und Pflichten bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu kennen und Situationen dahingehend einschätzen zu können. So beschäftigen wir uns unter anderem mit den Themen Aufsichtspflicht, Jugendschutz und Datenschutz.

Weitere Themen:

Erlebnispädagogik, Medienpädagogik, Zeltlagerpädagogik
Teilnahmebedingungen und Organisatorisches

Die Gruppenhelfer*innenausbildung ist offen für alle, die an emanzipatorischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen interessiert sind. Sie berechtigt, zusammen mit einem 1. Hilfe-Kurs und einem praktischen Teil, zur Beantragung einer JuLeiCa-Karte.
Die Gruppenhelfer*innenausbildung wird von unseren Bildungsreferent*innen und erfahrenen Gruppenhelfer*innen durchgeführt.

Im Anschluss an die Gruppenhelfer*innenausbildung findet am gleichen Ort das F-Ring-Wochenende statt.

Alter: 16+ Jahre
Kosten: 50€ (inkl. Programm, Übernachtung in Mehrbettzimmern, Vollverpflegung, Fahrtkosten)
Anmeldung: per mail an info@falken-niedersachsen.de
Ort: Naturfreundehaus Vehrte bei Osnabrück
Anreise: individuell, eine gemeinsame Anreise können wir gerne koordinieren. Meldet euch einfach bei uns

Danke für eure Solidarität

Gestern am Mitwoch, den 11.08., haben sich etwa 150 Antifaschist*innen auf dem Johannes-Selenka-Platz versammelt, um ein klares Zeichen gegen rechte Provokationen zu setzen. Auslöser war der erneute Angriff auf den VW Bus der Falken Braunschweig in der Nacht von Sonntag auf Montag.


Es gab Redebeiträge der VVN-BdA, der Seebrücke, der Antifaschistischen Initiative HBK BS, dem Antifa Café sowie dem Kreisverband und Bezirksverband der Falken. Die Gruppen drückten ihre Wut gegenüber der aktuellen Bedrohungssituation durch Nazis aus, zeigten sich solidarisch mit den Falken und machten auch klar, dass der antifaschistische Protest weitergehen wird. 


Wir Falken danken allen anwesenden Gruppen für die Redebeiträge und auch dem Bündnis gegen Rechts, Verdi, der Grünen Jugend, InProgress und Antifa Café für die Unterstützung bei der Orga der Kundgebung.

Besonders hat uns auch die solidarische Unterstützung vieler weiterer Braunschweiger Antifaschist*innen und Anwohner*innen gefreut. Wir werden weiterhin mit euch gemeinsam für eine gerechte Welt kämpfen. 


Freundschaft! 

Es reicht!

!ES REICHT!

Wir als sozialistische Jugend – Die Falken haben es wirklich satt! Wieder gab es einen Angriff auf unseren Kinder und Jugendverband! Genauer gesagt auf unseren VW-Bus. Zwei Scheiben zerstört und zwei Reifen zerstochen. Das Resultat einer weiteren Nazigewalttat in Braunschweig. Die Frage ist nicht ob wieder etwas passiert, sondern was und wann es passieren wird. Darum sind wir Tag für Tag dafür verantwortlich dagegen vorzugehen.

Für Mittwoch (11.08.2021) um 17:00 haben wir daher eine Eilversammlung auf dem Johannes-Selenka-Platz angemeldet. Wir rufen Euch auf wieder mit uns und anderen Antifaschist*Innen zu zeigen, dass wir keine Toleranz für Faschist*Innen und deren Ideologien haben.

Freundschaft

Nazis zerstören VW Bus der Falken Braunschweig


In der Nacht vom Sonntag auf Montag den 9.8.2021 wurde wieder unser VW-Bus von Nazis angegriffen. Dabei wurden die Reifen zerstochen und die Scheiben eingeschlagen. Ein weiterer Angriff auf unseren Kinder und Jugendverband!

Vor einem halben Jahr wurden die Scheiben schon einmal eingeschmissen, davor im Dezember waren es die Reifen.
Vor einigen Wochen wurde ein Antifaschist von Nazis am Frankfurter Platz angegriffen. Nur durch Glück entging er lebensgefährlichen Verletzungen.
Vor Weihnachten war ein Zettel mit dem Bild vom Ku Klux Klan in unserem Briefkasten, wie auch bei weiteren Gruppen aus dem Bündnis gegen Rechts. Es wurde vor unserem Jugendzentrum von der Partei „Die Rechte“ eine Kundgebung mit dem Titel „Kein frohes Fest für Volksverräter“ angemeldet. Letzten Sommer ein Angriff auf offener Straße auf ein sichtbar queeres Mitglied unseres Verbandes mitten in der Innenstadt. Beim Antifa Cafe wurde ein Kinder Fahrradanhänger angezündet, mit der Intention das Café zu zerstören. Dazu regelmäßig Kleinstkundgebungen und Infotische, auf denen politische Gegner:innen beschimpft werden, offener Antisemitismus geteilt wird und seit neustem die Pandemie entweder geleugnet oder verharmlost wird.

Und das passiert nicht nur in Braunschweig. Bundesweit Angriffe von Nazis auf Andersdenkende. Immer wieder antisemitische und rassistische Hetze. Die Anschläge von Hanau und Halle, um nur Beispiele zu nennen.
Wir schreiben seit Jahren, dass solche Angriffe nichts Neues für uns sind – inzwischen fast jeden Monat. Wie kann es sein, dass Nazigewalt zum Normalzustand wird? Wie lange wird noch dabei zugeschaut werden, wie Nazis versuchen einen politisch aktiven Kinder- und Jugendverband anzugreifen?

Für unsere Arbeit sind wir auch auf eine Zivilgesellschaft angewiesen, die ihren Mund aufmacht. Nazis verfolgen mit ihren Aktivitäten gezielt die Unterdrückung von Bi-Poc(1), Sinti*zze und Rom*nja, und FLINT(2), Queeren, behinderten,jüdischen, anders gläubigen, Kinder und Jugendlichen, vermeintlich Unsoziale, politischen Gegner*innen.

Wir werden unsere Arbeit gegen Nazis, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus, jede weitere Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Kapitalismus aufrechterhalten. Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir werden weiterhin gemeinsam mit aktiven Antifaschist:innen auf der Straße sein und laut unsere Meinung sagen.
Dazu planen wir in den nächsten Tagen eine öffentliche Kundgebung. Wir sehen uns auf der Straße!

Wir halten euch auf dem Laufenden.

1 BIPoC: Die Abkürzung steht für Black, Indigenous, People of Color und ist ein politischer Sammelbegriff aus denUSA für rassifizierte Personen, die in der Gegenüberstellung zu einer weißen Norm definiert sind und global in ihrerje spezifischen Position vergleichbare Geschichten von Unterdrückung und Widerständen teilen. […] ( Amo –Braunschweig Postkolonial e.V.)2 FLINT* steht für Frauen, Lesben, inter, non-binary und trans Personen und ist eine Abkürzung, die nicht nurFrauen in feministische Arbeit und Feminismus inkludieren will, sondern kurz alle Personen, die vom Patriarchat unterdrücktwerden. (http://syntaxblog.at/)

Rechte Hetze stoppen – 03.07. Kein AfD-Parteitag in Braunschweig

Pressemitteilung vom Bündnis gegen Rechts:

Auch wenn es nervt – sie wollen wiederkommen:
Wieder führt die AfD einen Landesparteitag in Braunschweig durch. Diesmal muss sie am 03. und 04.07. die Fehler früherer Parteitage bei der Listenaufstellung für die Bundestagswahlen heilen.

Überlagert wird der Parteitag durch die Auseinandersetzungen um die Parteilinie – extrem rechts oder noch extremer rechts:
Strukturen des angeblich aufgelösten ‚Flügels‘ wirken weiter, geheime Parallelstrukturen, Spitzenpolitiker sprechen von systematischer Unterwanderung, Parteiausschlussverfahren, Rolle des Verfassungsschutzes.

Die AfD ist innen genauso undemokratisch wie sie auch nach außen Feinde der Demokratie sind.

Ein geldgieriger und skrupelloser Unternehmer (der Eigentümer der Millenniumhalle) und eine extrem rechte, rassistische und antisemitische Partei haben sich gefunden.

Wir werden das nicht ohne Protest hinnehmen!

Aktueller Ablauf der Proteste:

07.30 Uhr Sammelpunkt und Protest vor der Millenium-Halle
Beginn: Madamenweg / Madamenweg (Ganderhals) mit Musik und Durchsagen zu aktuellem Stand

Ab 11 Uhr Kundgebung mit Redebeiträgen
Moderation: Angelika Schwarz

Angelika Schwarz – BgR
Malte Stahlhut – DGB Stadtverband Braunschweig
Imge Özgür – DDIF
Adama Logosu-Teko – Haus der Kulturen
Lasse Riebandt – Youth against Fascism

Danach Musik zum Ausklang